Erkunde Deine Möglichkeiten.

Creare. Das italienische Wort für "schaffen" erinnert uns an "kreativ". Kreatives, erholsames und wertfreies Schaffen. Dies steht im Mittelpunkt einer kunsttherapeutischen Einheit.  Die nonverbale Möglichkeit, der Ausdruck über Gestaltungen und bildhafte Werke ermöglicht die  Auseinandersetzung mit verborgenen, prägenden Erfahrungen und den dazugehörigen Gefühlen.  

 

Kunsttherapie wertet nicht. Es geht es nicht darum, ein perfektes Kunstwerk zu schaffen oder bildnerische, künstlerische Fähigkeiten zu erlernen, sondern vielmehr um das Sichtbarwerden, die Ausgestaltung der Innenwelt, wenn das gesprochene Wort allein nicht mehr ausreicht, oder gerade nicht passend ist.

Sowohl während der Entstehung, als auch beim anschließenden Betrachten der Gestaltung ergibt sich ein Prozess, bei dem Einsichten in persönliche Muster, Prägungen und Fähigkeiten möglich werden .

 

Denn: Ein Blatt Papier ist geduldig und wertfrei. Unterschiedlichste Zeiten, Orte, Situationen, Erfahrungen und Gefühle können sich auf diesem miteinander präsentieren. Widersprüche dürfen nebeneinander stehen, auch reale und nicht reale Aussagen haben Platz. Das Bild bietet Raum für derart weitläufige, unterschiedliche Aspekte, macht sie sogleich sichtbar, und somit angreifbarer und verständlicher.

 

Kunsttherapie lässt Stille zu, sie ist gespeist von dem Vertrauen in die heilende Wirksamkeit der selbstgeschaffenen Gestaltungen.


 

 

 

 

 

„Nur wenn der Mensch erleben kann, dass alles was er zum Ausdruck bringt,

als Teil seiner Selbst wahrgenommen und wertgeschätzt wird,

kann er sich mit all seinen Seiten zeigen

und mehr von seinem Inneren Leben preisgeben.“

 

Karin Dannecker