Die schleichende Entwicklung und Manifestierung einer Suchterkrankung dauert in den überwiegenden Fällen einige Jahre. Irgendwann wird der Leidensdruck der/des Betroffenen so groß, dass er/sie schlussendlich Hilfe in Anspruch nehmen möchte. Die Überwindung der eigenen Scham ist dabei immer eine schwierige Hürde. Eine Abhängigkeitserkrankung ist bildlich gesehen immer die Spitze des (persönlichen) Eisberges, der Griff zum Suchtmittel oft die einzige Möglichkeit, langjährig bestehende psychische und physische Probleme zu überdecken, sie aushalten zu können.

 

Als Kunsttherapeutin und Suchtberaterin, aber vorallem als Ihr menschliches Gegenüber, sehe ich Sie nicht ausschließlich als Person mit einer Suchterkrankung, sondern vielmehr als Mensch mit individuellen Geschichten, Wünschen und wichtigen Lebenserfahrungen. Diese wollen wir während Ihrer kunsttherapeutischen Begleitung in einer sicheren, guten Atmosphäre nutzen.

 

Wir schauen insbesondere auf Ihre vorhandenen Ressourcen, Ihre Persönlichkeit und Ihre besonderen Fähigkeiten, die Ihnen vor der Zeit Ihrer Abhängigkeit Freude und Entspannung bereitet haben. Wir legen den Fokus auf die fördernden , individuellen Interessen, die Ihr Leben wieder bereichern werden.

 

Natürlich werden in diesem Zuge auch Themen auftauchen, die Ihre Abhängigkeit ausgelöst und gefördert haben. Der vorwiegend bildliche, kreative Umgang und das nonverbale Sehen und Spüren dieser Problematiken fällt Vielen oft leichter als die ausschließlich verbale Auseinandersetzung.  

 

Durch die aufmerksame Betrachtung und Besprechung Ihrer Gestaltungen werden Sie Experte im Erkennen Ihrer eigenen Verhaltensmuster. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit in zukünftigen kritischen Situationen anders und adäquat zu reagieren und damit erste positive Erfahrungen zu machen.